pepi-stojanovski-MJSFNZ8BAXw-unsplash

Arbeitnehmerfehler versichern?

Ein Angestellter Ihres Unternehmens übersieht bei einer Überweisung einen Zahlendreher. Das Geld landet versehentlich auf einem Konto einer Firma, welche sich in der Insolvenz befindet. Der Insolvenzverwalter schlägt das Kapital direkt der Masse zu.

Ein Mitarbeiter macht im Lohnbuchhaltungssystem versehentlich falsche Eingaben, die zu überhöhten Bonuszahlungen führen. Aufgrund von Verfristung kann eine Rückbuchung nicht mehr durchgeführt werden.

In einem Onlineshop werden durch Mitarbeiter händisch Rabattfaktoren hinterlegt. Rechnungen werden auf Grund versehentlich falsch eingetragener Faktoren zu niedrig ausgestellt. Der Fehler wird erst viel später bemerkt. Da zwischenzeitlich Verjährung eingetreten ist, können Nachforderungen nicht mehr erfolgen.

Durch eine Falschinterpretation von vertraglichen Regelungen zur Kündigungsfrist werden Gewerbehallen nicht fristgerecht gekündigt, der alte Mietvertrag verlängert sich um 18 Monate. Der Bau einer eigenen Halle war durch den Versicherungsnehmer aber schon in Auftrag gegeben. Eine Weitervermietung der alten Halle konnte nicht erreicht werden.

Ein Mitarbeiter in der Logistikabteilung versendet versehentlich eine größere Lieferung an die falsche Adresse. Die Lieferung muss auf Umwegen an den richtigen Empfänger gesendet werden, wodurch deutlich höhere Kosten entstanden.

Ärgerlich! Aber wie kann man sich vor solchen Folgen schützen?

Die Lösung lautet hier: Mit einer Vermögens-Eigenschadenversicherung. Diese schützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen gegen fahrlässige Fehler, die ihren Angestellten unterlaufen und sich als Vermögensschaden beim Unternehmen niederschlagen. In Abgrenzung zur Betriebshaftpflichtversicherung – welche Ansprüche Dritter befriedigt – kommt die Vermögens-Eigenschadenversicherung gerade für die eigenen Einbußen auf.

Aber müssen nicht die Angestellten für solche Fehler eigentlich aufkommen?

Hier greift vor allem die sogenannte Arbeitnehmerprivilegierung. Diese besagt, dass Arbeitnehmer gar nicht so einfach von ihrem Arbeitgeber in Anspruch genommen werden dürfen, solange der Fehler fahrlässig verursacht wurde.

Die grundsätzliche Regelung sieht dabei vor, dass der Arbeitnehmer bei leichter Fahrlässigkeit gar nicht, bei mittlerer quotal und bei grober Fahrlässigkeit vollständig haften muss. Aber selbst bei grober Fahrlässigkeit ist der Anspruch des Arbeitgebers meist auf etwa 3-6 Bruttomonatsgehälter beschränkt. Je nach Schadenfall kann also die Höhe der Entschädigungssumme noch nicht einmal ausreichen.

Darüber hinaus möchte man als Arbeitgeber möglicherweise zur Wahrung des Betriebsfriedens gar nicht unbedingt seinen Arbeitnehmer gleich für den ersten Fehler in Anspruch nehmen, auch hier kann die Zahlung aus der Versicherung weiterhelfen. Ein Regressanspruch seitens der Versicherung gegen den Arbeitnehmer besteht im Übrigen nicht. 

Welche Kosten werden übernommen?

Gegenstand des Versicherungsschutzes sind z.B. Kosten, die im Zusammenhang mit der Aufklärung und Rekonstruktion des Schadenshergangs, der Feststellung der Schadenhöhe und der Ermittlung des Verursachers entstehen.

Was kostet die Vermögens-Eigenschadenversicherung?

Die Prämie für eine VEV richtet sich nach dem Jahresumsatz des Unternehmens und der gewünschten Versicherungssumme unter Berücksichtigung eines Selbstbehaltes. Ein Unternehmen mit 2.000.000 EUR Jahresumsatz und einer Versicherungssumme von 100.000 EUR je Schadenfall muss mit etwa 500-600 EUR p.a. (netto) rechnen.

Wo bekomme ich einen solchen Versicherungsschutz her?

Als Versicherungsmakler schreiben wir den von Ihnen gewünschten Versicherungsschutz an mehrere Versicherungen aus und stellen die Angebote der Versicherungen für Sie individuell zusammen.

Kontaktieren Sie uns einfach und wir machen Ihnen ganz unverbindlich ein Angebot.

Allgemein
Daniel Treskow

MONTBLANC zu Gast bei FORMAT

Unternehmerstammtisch bei FORMAT Kanzlei für Investment & Finanzen GmbH MONTBLANC – eine der bekanntesten Marken der Welt Schreibgeräte, Uhren, Lederwaren, Parfum. Luxusartikel höchster Qualität für höchste Ansprüche. Das Hamburger Traditionsunternehmen, welches hierzulande seit über 100 Jahren vor allem für seine Füllfederhalter berühmt ist, produziert darüber hinaus seit vielen Jahren auch andere Luxusartikel. Uns ist es

Weiterlesen »
Grüner Klee
Allgemein
Daniel Treskow

Rente bis 2048 – Und Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten doch!

Fast 37.000 EUR Nachzahlung und eine monatliche Rentenzahlung von über 1.500 EUR.  Gut, dass Sie vorgesorgt hatte.  Ende 2017 wusste Frau M. nicht mehr, wo ihr der Kopf stand. Konzentrieren fiel ihr schwer, der morgendliche Weg zur Arbeit… der blanke Horror. Der Druck, die Belastung. Alles was in den letzten Jahren Spaß gemacht hatte, wurde

Weiterlesen »
Selbständige bei der Arbeit
Wissen
Daniel Treskow

Rentenversicherungspflicht für Selbständige – Was Sie erwarten wird

Die ehemaligen Arbeitsministerinnen Ursula von der Leyen und Andrea Nahles forderten schon lange: Auch Selbständige und Freiberufler müssen zwingend für das Alter vorsorgen. Nunmehr heißt es im Koalitionsvertrag der CDU/CSU und SPD vom 07.02.2018: „Um den sozialen Schutz von Selbstständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen einführen, die nicht bereits

Weiterlesen »

Lernen wir uns kennen

Gute Bewertungen sind die besten Empfehlungen.

Das sagen unsere Kunden über uns:

makler.de - Mit Sicherheit gut beraten

noch fragen?

wann dürfen wir sie zurückrufen?