Nach einem bereits erfolgreichen Jahr 2023 ging auch das Jahr 2024 mit einem starken Ergebnis für die weltweiten Kapitalmärkte zu Ende. Der deutsche Aktienindex DAX erreichte im vergangenen Jahr 18,8 % Rendite, der amerikanische Standard & Poor‘s 500 erzielte 24,5 % und der Weltaktienindex (MSCI World Index) schloss sogar mit 26,6 %. Etwas schwächer fielen die Ergebnisse für die Schwellenländer (MSCI Emerging Markets) mit 14,7 % und europäische Aktien (STOXX Europe 600) mit 8,8 % aus.
Deutlich hinter diesen Ergebnissen zurück blieben sowohl weltweite Anleihen (Bloomberg Global Aggregate TR Index hedged) mit 1,7 % als auch deutsche Papiere (REX Performance Index) mit 1,1 %.
Starken Auftrieb verzeichnete der Goldpreis, der das Jahr 2024 mit einem Stand von 2.624 $ pro Feinunze beendete. Dies waren immerhin 27,2 % Rendite auf US-Dollar Basis und sogar fast 36 % in Euro.
Auch die von uns aktiv betreuten aktienlastigen Altersvorsorgeportfolios innerhalb der Fondspolicen konnten mit einer Rendite von im Schnitt über 20 % im Jahr 2024 deutliche Zugewinne verzeichnen.
Der Start ins Jahr 2025 gelungen
Die Aktienmärkte und insbesondere der Goldpreis konnten weiter deutlich zulegen. Seit Beginn des Jahres ist jedoch eine deutliche Veränderung am Markt gegenüber den vergangenen Jahren zu betrachten.
So war die Zeit seit dem Höhepunkt der Finanzkrise am Ende des Jahres 2008 bis Ende 2024 geprägt von einer ausgesprochenen Dominanz der amerikanischen Aktienmärkte. In dieser Zeit konnte der Standard & Poor‘s 500 ca. 550 % zulegen. Rechnet man die Dividenden mit ein kommt man sogar auf eine Gesamtrendite von mehr als 700 %. Damit haben sich US Aktien in dieser Zeit etwa dreimal so gut entwickelt wie europäische oder japanische Aktien (in Dollar gerechnet). Treiber dieser starken Entwicklung der amerikanischen Aktienmärkte war dabei maßgeblich auch der Wertzuwachs der sogenannten „Magnificient 7“ (Apple, Alphabet, Amazon, NVIDIA, Microsoft, Meta und Tesla), deren Börsenwert Ende 2024 etwa 47 mal so hoch war, wie Ende 2008.
Europäische Titel besser als amerikanische
In diesem Jahr dagegen entwickeln sich europäische und insbesondere deutsche Aktien seit langem einmal wieder besser als amerikanische Titel. Ob dies bereits eine Trendumkehr ist, bleibt sicher abzuwarten. Fest steht jedoch, dass insbesondere die US-Aktienmärkte inzwischen sehr hohe Bewertungen erreicht haben. Zwar sind Vergleiche mit der New-Economy-Blase im Jahr 2000, als die Aktienkurse den Gewinnentwicklungen der Unternehmen massiv enteilt waren, sicher abwegig. Festzustellen ist jedoch, dass sich die Gewinne von US-Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, die Aktienkurse sich in dieser Zeit jedoch verdreifacht haben. Aktien sind folglich deutlich teurer geworden und auch im historischen Vergleich lassen sich die Bewertungen von US Aktien sicher als sportlich bezeichnen.
Für langfristig orientierte Anleger im Rahmen ihrer Altersvorsorge sollte dies kein Grund sein, nunmehr auf Aktien zu verzichten. Jedoch müssen die Gewinner der vergangenen Dekade nicht automatisch die Gewinner der nächsten zehn Jahre sein. Vieles, und insbesondere die Bewertungsunterschiede, lassen für die Zukunft eher anderes vermuten. Es kann folglich sinnvoll sein sich mit der strategischen Aufteilung des eigenen Altersvorsorgeportfolios näher zu beschäftigen. Wer zum Beispiel weltweit in Aktien anlegen möchte und hierzu beispielsweise in den Weltaktienindex (MSCI World Index) investiert ist, sollte sich vor Augen führen, dass der Anteil von US Aktien in diesem Index inzwischen 73 % erreicht hat. Angesichts dieser Zahlen lässt sich hier kaum noch von einem Weltaktienindex sprechen. Treffender wäre sicher die Bezeichnung „US-Aktienindex mit ein wenig Weltbeimischung“. Es ist sicher zielführend, für zukünftige Aktieninvestments auch die europäischen und asiatischen Märkte verstärkt in den Blick zu nehmen.
Small Caps sollten nicht fehlen
Darüber hinaus lässt sich auch feststellen, dass Small Caps, also kleinere Aktienunternehmen eine sehr deutliche Unterbewertung gegenüber größeren Titeln aufweisen. Diese Unterbewertung ist inzwischen sehr ausgeprägt und besteht seit vielen Jahren. Historisch betrachtet besteht ein solcher Bewertungsunterschied zwischen großen und kleinen Titeln nicht dauerhaft, sondern korrigiert sich mit der Zeit. Small Caps sollten im Aktienportfolio daher sicher nicht fehlen.
Wir stehen Ihnen für Ihre von uns betreute Altersvorsorge jederzeit beratend zur Seite. Sprechen Sie uns gern an!
Ihr Team der Kanzlei Format
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