Vom Hochwasser überschwemmtes Dorf

Schnee von gestern? Warum Schneeschmelze und Hochwasser ein Fall für die Elementarversicherung sind

So nutzen Sie Ihre Versicherungsprämien in der Steuer

Draußen taut es, die Vögel zwitschern – eigentlich ein Grund zur Freude. Doch für Hausbesitzer und Mieter kann das schnelle Tauwetter zum Albtraum werden. Wenn der Boden noch gefroren ist und das Schmelzwasser nicht versickern kann, sucht es sich seinen eigenen Weg. Und der führt leider oft direkt in unseren Keller oder durch die Terrassentür ins Wohnzimmer. 

Heute schauen wir uns an, warum Ihre normale Versicherung hier vielleicht „Nein“ sagt und wie wir das ändern können. 

Das Missverständnis mit dem Wasser 

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Bad platzt ein Wasserrohr. Das ist ein klassischer Fall für die Leitungswasserversicherung. Die ist in fast jeder Wohngebäude- und Hausratversicherung standardmäßig dabei. 

Aber: Wasser, das von draußen kommt – durch Starkregen, übertretende Flüsse oder eben die Schneeschmelze – ist für Versicherer etwas völlig anderes. Das gilt als „Naturgewalt“. Und gegen Naturgewalten sind wir in den Standard-Tarifen meistens nicht versichert. 

Der Retter in der Not: Die Elementarschadendeckung 

Um Schäden durch Wasser von außen bezahlt zu bekommen, brauchen wir den Baustein „Erweiterte Naturgefahren“ (auch Elementarversicherung genannt). Das ist wie ein Zusatzpaket, das Sie zu Ihrer Versicherung dazubuchen. 

Dieser Baustein hilft uns bei: 

  • Überschwemmung durch Hochwasser oder Starkregen. 
  • Schneeschmelze (wenn das Wasser nicht schnell genug abfließt). 
  • Rückstau (wenn die Kanalisation voll ist und das Wasser durch die Toilette oder den Abfluss zurück ins Haus drückt).

     

  • Schneedruck (wenn das Dach unter der Last des Schnees nachgibt). 

Welche Versicherung brauche ich wofür? 

Damit wir im Schadensfall wirklich alles ersetzt bekommen, müssen wir zwei Bereiche unterscheiden: 

    1. Die Wohngebäudeversicherung (mit Elementarschutz):
      Sie ist für alles zuständig, was fest mit dem Haus verbunden ist. Wenn das Schmelzwasser den Estrich aufweicht, die Wände schimmeln lässt oder die Heizungsanlage im Keller zerstört, zahlt diese Versicherung die Trocknung und Sanierung.

       

       

    2. Die Hausratversicherung (mit Elementarschutz):
      Sie kümmert sich um alles, was Sie bei einem Umzug mitnehmen würden. Schwimmt Ihr Sofa durch das Wohnzimmer oder ist der teure Gaming-PC im Keller nass geworden, springt die Hausratversicherung ein. 

Wichtig: Haben Sie den Elementarschutz nur im Gebäude, aber nicht im Hausrat, bekommen Sie zwar den Kellerboden saniert, aber die dort gelagerten Winterklamotten und Möbel werden nicht ersetzt! 

Unsere Empfehlung: Lückenlos absichern 

Wir empfehlen Ihnen dringend, beide Versicherungen (Gebäude und Hausrat) auf den Prüfstand zu stellen. Prüfen Sie nach, ob der Baustein „Elementarschäden“ oder „Naturgefahren“ enthalten ist. 

Warum? Weil Wasserschäden durch Naturereignisse oft die teuersten Schäden überhaupt sind. Eine Trocknung kostet schnell mehrere tausend Euro, eine Sanierung oft so viel wie ein Kleinwagen. Der Aufpreis für den Elementarschutz ist im Vergleich dazu meist sehr überschaubar. 

Zusatz-Tipp: Achten Sie beim Thema Rückstau darauf, dass Sie eine funktionierende Rückstauklappe eingebaut haben. Viele Versicherer verlangen das, damit sie im Schadensfall leisten. 

Fazit

Lassen Sie sich von der Sonne und dem tauenden Schnee nicht täuschen. Wasser sucht sich seinen Weg. Sorgen wir dafür, dass es nicht unser finanzielles Ruin wird, wenn es doch mal „nasse Füße“ gibt. 

Wollen Sie sichergehen, dass Ihr Haus und Ihre Möbel auch gegen Schmelzwasser geschützt sind? 

Lassen Sie uns gemeinsam über Ihre Verträge schauen. Wir prüfen für Sie, ob Sie gegen Elementarschäden abgesichert sind oder wo wir nachbessern müssen.  

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